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Funktioniert das Philips Hue auch ohne WLAN?

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Philips Hue Starter Set

Zu Weihnachten kam der Wunsch einiger Klienten auf, sich ein schönes Licht Ambientesystem der Firma Philips zu gönnen. Diese kann tolle Stimmungs-Scenen über verschiedene Lichtfarben in der Wohnung zaubern. Die Frage die uns dabei immer wieder gestellt wurde, war die, ob das System mit einem einmaligen Funksignal arbeitet oder permanenten WLAN benötigt.

Nach langer Recherche hieß es allgemein: WLAN würde zur Einrichtung des Systems benötigt. Danach könne man es per einmaligem Funksignal steuern.

Würde dies so zutreffen, wäre die Handhabung völlig in Ordnung, da ein einmaliges Funksignal, ähnlich eines Garagentoröffners, zum Beispiel ein- und ausschalten, eine Dauer von einer Sekunde hätte und somit keine (Dauer-) Belastung darstellen würde.

Kann Philips Hue ohne WLAN funktionieren?

Um jedoch gewiss zu sein und dies zu testen, haben wir kurzer Hand zwei Philips Hue Starter Sets  gekauft und in der Akademie selbst ausprobiert:

Das Philips Hue Starter Set kommt in einer schönen Box mit drei LED Ambientelampen, einem Steuerungsmodul, Bridge genannt, und einem LAN Netzwerkkabel. Zu bemängeln ist, dass keine vernünftige Gebrauchsanleitung bei liegt und ein Infozettel lediglich darauf hinweist, die Installation per App zu lesen oder im Internet zu recherchieren. Hier scheitern schon viele ältere Menschen, die mit Internet, geschweige denn einem Smartphone und einer App nichts am Hut haben.

Doch diese App ist zur Einrichtung notwendig, wie sich hinterher bei der Installation heraus stellte.

Philips Hue LED in einer Lampe mit rot / orangem Licht

Alle drei LED Lampen wurden im Raum verteilt an Stellen die für einen Ambientebereich geeignet erschienen. Durch die alte Schraubfassung mit einem E27 Sockel kann die LED einfach durch eine vorherige konventionelle Glühbirne ersetzt werden.

Das Steuerungsmodul Bridge mit Strom versorgt, sollte es losgehen und das System eingerichtet werden.

Philips Hue Steuerung Bridge mit WLAN Router

Unverständlich ist das mitgelieferte LAN Kabel…
Zuerst dachten wir, und das scheint der große Irrtum aller Interessenten zu sein, dass das System per kabelgebundenem LAN eingerichtet wird.
Leider tat sich da gar nichts.

Nach langem Probieren, versuchten wir eine andere Taktik, die auf den ersten Moment unlogisch erschien, jedoch das System in Gang brachte… Wir verbanden das Steuerungsmodul per LAN an einem WLAN Router und nach zwei Minuten konnte die App auf dem iPhone das Philips Hue lokalisieren. Nach vielem Herumprobieren konnten wir auch die gewünschten Scenen einstellen und den LED Lampen unterschiedliche Farben zuweisen.

Wieso das LAN Kabel, wenn sowie so WLAN verwendet wird?

Leider… und das ist der ausschlaggebende Punkt… funktioniert die Steuerung NUR bei eingeschaltetem WLAN!
Und das, obwohl es rein technisch auch über das beiliegende LAN Kabel gehen könnte… wenn man bei Philips nur wollte… es aber dem Anwender nicht ermöglicht.
Das heiß, schaltet man das WLAN ab, bleiben zwar die LED Lampen in der zuvor eingestellten Farbe und Lichtintensität brennen, können dann aber nicht mehr ein und aus oder sonst wie gesteuert werden.

Ein Umstand, der bei einem Haushalt der WLAN frei bleiben will, nicht funktioniert!

Philips Hue Ambiente Licht

Fazit: Ein schönes System! Keine Frage… jedoch wäre es sinnvoller gewesen, Philips hätte eine Steuerung kreieret die mit einem einmaligen Funkimpuls arbeitet, anstelle mit WLAN.

Nicht nur, dass eine permanente Sendequelle strahlungstechnisch 24 Stunden rund um die Uhr laufen muss, kostet es auch eine Menge Energie und somit Geld, nur dass es im Stand by im Hintergrund läuft.

2017-03-31T13:08:11+00:00 By |Tags: , , |

About the Author:

Sascha Hahnen
Sascha Hahnen graduated in several specialities and medical training, is an author, seminar leader and CEO of Geovital – Academy. His motto: “Radiation protection is always a good thing!”

6 Kommentare

  1. Dimmergott 11. November 2017 um 17:35 Uhr - Antworten

    Ihr seid verstrahlt

  2. Felix Hofer 23. September 2017 um 4:40 Uhr - Antworten

    P.S. Mit den verfügbaren Schaltern funktioniert das System auch WLAN- und auch Router-unabhängig. Habe ich mit dem Dimmer-Switch getestet. Narürlich nach der Konfiguration mit der App. Angeblich soll der Switch sogar 10 Lampen ohne Bridge steuern können.

  3. Felix Hofer 23. September 2017 um 4:30 Uhr - Antworten

    Entweder hat der Autor das System bzw die Technik dahinter nicht verstanden oder dann verstehe ich den Autor nicht! Was hat das Hue-System an sich mit WLAN zu tun?
    Zur Konfiguration braucht man normalerweise eine App und ein Smartphone oder Tablet lässt sich üblicherweise nur über WLAN verbinden, da Stimme ich zu. Wie aber gesagt wurde, wird die App zur Konfiguration und allenfalls zur Steuerung verwendet. Ändert man nichts mehr, kann man die Bridge sogar komplett vom Strom trennen und den Router auch, ohne dass sich etwas ändern sollte.
    Leider sehe ich nicht das Datum des Beitrags aber ich gehe schwer davon aus, dass sich mit der Windows-App, das Ganze auch komplett ohne WLAN vom PC aus einrichten und steuern lässt. Zumal die Kommunikation zwischen den Hue-Geräten ohnehin nicht über WLAN läuft. Und Hue + Ambilight funktioniert auch vom TV aus, welcher über LAN angeschlossen ist. Interessant wäre jetzt, ob das ohne Bridge noch funktionieren würde. Ist aber stark zu bezweifeln, dass der TV ohne Bridge direkt mit den Lampen kommunizieren kann. Aber auch hier würde ich behaupten, das geht ohne WLAN-Router. Bei Gelegenheit möchte ich das mal austesten.

    Ich stelle mir jedoch die Frage, wenn schon von Elektrosmog die Rede ist: Wenn das jemand vermeiden will, wieso sollte sich derjenige ein kabelloses Leuchtensystem anschaffen? Da mache ich mir sogar Gedanken, insbesondere bei der Ambilight-Koppelung. Und auch sonst wegen den LED-Leuchten an sich, ob das nicht eine ähnliche Problematik wie mit den Sparlampen ist wegen den elektronischen Schaltungen darin.
    Ansonsten sollte die Funkbelastung bei statischem Zustand minimal bis nicht vorhanden sein. Auch ein WLAN sollte durch reine Präsenz nicht grossartig Strahlung verursachen.

  4. Herbert 15. September 2017 um 22:39 Uhr - Antworten

    Ihrer Kritik am Philips Hue System möchte ich energisch widersprechen.
    Es ist genau umgekehrt: Das System zeichnet sich dadurch aus, dass zu keinem Zeitpunkt WLAN benötigt wird, sondern stattdessen mit einem Philips eigenem Netzwerk auf ZigBee Basis die Steuerung der Lampen erfolgt. Dieses Netzwerk hat im Vergleich zu Konkurrenzprodukten, die auf Basis WLAN arbeiten, einen extrem niedrigen Stand-by Stromverbrauch. Im Philips Hue Konzept gibt es Elemente wie Bewegungsmelder, Dimmer Switch und Tap Switch, die die Steuerung der Lampen ohne WLAN ermöglichen.
    1) Lampen können direkt ohne Bridge mit dem Dimmer Switch verbunden werden
    2) komplexe Steuerungen erfordern die Speicherung von Regeln in der Bridge, die, wie der Name sagt, auch eine Brücke zwischen dem Philips egenem Netzwerk und dem LAN herstellt. Dadurch kann über Smartphone/Tablet via WLAN und Internet auf die Bridge und damit auf die Lampen zugegriffen werden. Sind die Regeln erstmal in der Bridge gespeichert, können diese ohne WLAN mit Bewegungsmelder, Dimmer Switch und Co aktiviert werden.
    3) Wie kommen die Regeln in die Bridge? Dies geht am einfachsten mit Smartphone und Tablet sowie WLAN (das man kurzzeitig aktiviert). Man kann natürlich auch eine App unter Windows benutzen oder unter Android/IOS das Tablet mit einem USB-Ethernet Adapter per Kabel mit dem LAN verbinden und eine der zahlreichen Apps zur Konfiguration nutzen.

    FAZIT: WLAN kann man zur Steuerung und Konfiguration oder auch nur für die Konfiguration benutzen. Man kann aber auch auf WLAN für Steuerung und Konfiguration vollständig verzichten.

  5. Silas 11. September 2017 um 17:47 Uhr - Antworten

    Wie viel strahlt denn nun dieses Gerät?

    • fritz 24. April 2018 um 20:56 Uhr - Antworten

      achtzehn, leider

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